Vom 13. - 15. September 2021 findet ein 3-tägiges Laboratorium zur musikalischen Vielfalt statt, das herausragende Musikschaffende mit und ohne Migrationshintergrund mit Teilnehmer*innen verschiedener Zielgruppen des pluralen Musik-Öko-Systems NRW's in einen praktisch-künstlerischen kreativen Dialog bringen.

Während des MMM WorkshopLabs werden befruchtende künstlerische Dialoge mit verschiedenen Meistern traditioneller Musiken möglich, die Hüter musikalischer Schätze von über Generationen vererbtem kollektiven Gedächtnis sind. Aber auch musikalische Abenteur mit charismatischen Musikschaffenden, die stilistisch in westlichen Klanglandschaften leben und/ oder auf die Möglichkeiten moderner Technologie setzen, werden Raum erhalten. Der internationale Austausch ist ein weiterer wichtiger Bezugspunkt, genau wir Session zu praktischen Themen für Aktive in einer pluralen Musiklandschaft.
In 20 jeweils 3-stündigen Sessions, die  verschiedene interaktive Formate haben werden, sollen diese Dialoge geführt werden und experimentellen Raum bieten: Meisterklassen für professionelle Musikschaffende und  „local heroes“, pädagogisch angeleitete Musikworkshops für Laienmusiker*innen und Interessierte, musikalisch-künstlerische Begegnungen mit Akteuren aus Wissenschaft, Medien, Bildung sowie aus verschiedenen Musikberufen, Speed-Meetings, Arbeits-Demonstrationen und musikalische Präsentationen, aber auch offene Musik-Sessions. 

  • Meisterklasse Orientalischer Gesang                            
  • Meisterklasse Oud                                                  
  • Meisterklasse Afghanische Rubab
  • Heimat in the showcase - für Studierende der Uni Köln & TU Dortmund und Musiker*innen
  • Impro-Orchester für Laienmusiker*innen
  • Polyphoner afrikanischer Gesang für Anfänger*innen
  • Krätzjer & Lieder des kölschen Stammbaums für Immis
  • Soundmaschinen der Welt
  • Remix & Sampling         
  • DJ Workshop 'Sound Of The City'          
  • PR & Media für Musiker*innen global-lokaler Musiken
  • Grundlagen Buchhaltung & Förderanträge für Musiker*innen
  • Musikalische Community Arbeit
  • Transkulturelles Spiel in der Musikpädagogik 
  • Alumni-Treffen Zertifikatslehrgänge Musikpädagogik für verschiedene Musikkulturen der LMA NRW
  • Speed Meetings
  • und weiteres...


Weitere Infos folgen im April.
Anmeldebedingungen hier

Heute sind die musikalischen Quellen grenzenlos, heterogen und vielfältig, aus denen sich Musikschaffende inspirieren lassen und mit denen sie Dialoge musikalischer und kultureller Ideen und Werte eröffnen. Um Voraussetzungen zu schaffen, daß „Kulturen gedeihen und auf für alle Seiten vorteilhafte Weise frei interagieren können“ (Artikel 1 der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Ausdrucksformen kulturelle Vielfalt) liegt es im breiten Interesse der Gesellschaft, den Kultursektor nicht nur den Launen von Marktkräften und der Kulturindustrie zu überlassen.  

Das Rheinland verfügt – nicht zuletzt durch die Präsenz des Karnevals – über zahlreiche internationale Musikfestivals und -messen sowie Community Feste. Diese haben bisher nur bedingt Impulse für qualifizierte transkulturelle Dialoge in der Musik setzen können. Es stehen hier oft kommerzielle Verwertbarkeit von Musik bei Messen oder Massenveranstaltungen versus Werte und Ethik. Viele andere Aspekte der Musik sind vor allem dem ehrenamtlichen Engagement und der Initiative Einzelner überlassen. Dabei können ernsthafte grenzüberschreitende musikalische Dialoge und Kooperationen ein wichtiger Schlüssel für besseres gegenseitiges kulturelles Verständnis und Zusammenleben sein, wie auch für eine Bereicherung der Musikwelten in einem der größten multikulturellen Zentren Europas sein.  

Ausgangspunkt des MMMLab ist die Suche nach Aspekten gemeinsamer musikalischer Identität zwischen den Polen Lokal – Global, nach transkulturellen Dimensionen der heutigen urbanen Klangprofile der Metropolregionen in NRW und nach neuen Perspektiven kulturell diverser musikalischer Arbeit. Im interaktiven MMMLab werden sowohl geographische Grenzüberschreitungen migrierter, exilierter und beheimateter Musikschaffender im Mittelpunkt stehen, wie auch thematische Balanceakte zwischen Herkunftskulturen und aktueller Alltagskultur.

Das MMMLab wird mit zahlreichen Kooperationspartnern, lokalen und regionalen Akteur*innen, Institutionen und Vertretungen von musikalischen Communities geplant.   


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