Während einer mehrtägigen Residenz werden in NRW und Brüssel exilierte Musiker*innen und solche mit Wurzeln in nicht westlichen Musikkulturen ein gemeinsames Konzertprogramm mit neuen Kompositionen (EA am 18.09.2021 in Köln) für grosses Projektorchester erarbeiten und einstudieren. Die Mitglieder des Projektorchester sind sowohl junge, talentierte Musiker*innen, wie auch preisgekrönte Meistermusiker*innen mit langjähriger Spielpraxis und internationale Erfahrung. Sie alle verstehen ihre künstlerische Arbeit explizit als Teil des aktuellen zeitgenössischen Musikschaffens europäischer Metropolen.      

Norouz Ensemble (Köln)  
Migrantis Aves Ensemble (Köln)  
Orpheus XXI NRW (Dortmund/ Essen) unter künstlerischer Leitung von Rebal Alkhodari     

und als europäisches Gastensemble:
Refa Collective (ex Refugees for Refugees - Brüssel)
 

Details | Orpheus_SandraSpitzner+Refa_Muziekpublique+Norouz_DominikSchneider

Bassem Hawar (Djoze) - künstlerische Leitung
Kyriakos Kalaitzidis (Oud) - Special Guest & musikalisch-wissenschaftliche Beratung

Damla Aydan (Cello)
Nathan Bontrager (Cello, Viola da Gamba)

Azad Ahmad (Saz)
Nawwar Al Hamwi (Gitarre)
Qasem Eissa (Oud)
Tarek Alsayed Yahya (Oud)
Hindol Deb (Sitar)
Daud Khan Sadozai (Rubab, Sarod)
Mohammad Aman Yusufi (Dambura)
Shahab Azinmehr (Tar, Setar)   

Rimonda Naanaa (Kanun)
Kioomars Musayyebi (Santur)

Mohammed Tayser Idlibi (Perkussion)
Simon Leleux (Perkussion)
Arup Sen Gupta (Tabla)
Reza Samani (Tombak, Daf)

Tammam Al Ramadan (Ney)
Ronas Sheikmous (Zurna, Ney, Duduk)
Rageed William (Duduk, Ney) 

Nisreen Sukkar (Gesang)
Ryam Sukkar (Gesang)
Rita William (Gesang)
Aren Dolma Renqing (Gesang)
Mojtaba Fasihi (Gesang)
Fakher Madallal (Gesang)
Rebal Alkhodari (Gesang)  

*Besetzungsänderungen vorbehalten

Er studierte am Konservatorium in Bagdad irakische und orientalische Musik mit Hauptfach Djoze sowie an der Universität Geige und Musikwissenschaft. Mehrere Jahre lang unterrichtete er am Konservatorium und an der Musikschule in Bagdad Djoze, Geige und Musiktheorie.  
Er spielte in verschiedenen, dem Kulturministerium unterstellten Formationen, wie Al Bayariq, Al Nahar al jadid, Babel und dem staatlichen Sinfonieorchester. Zusammen mit seinem Bruder Saad Mahmood gründete er die Gruppe Melodic.  
Bassem baut seine Instrumente selbst. Er entwickelte die Djoze weiter, sodaß sie alle Formen arabischer und europäischer Musik spielen kann und nicht auf ihren traditionellen Bereich des irakischen Maqam begrenzt bleibt. Nach seinem Entwurf werden heute Instrumente als „Bassems Djoze“ gebaut.  
Er lebt seit 2000 in Deutschland und hat in zahlreichen Formationen unterschiedlichster Musikrichtungen mitgewirkt u.a. in der niederländischen Jazzformation Yuri Honing Trio,  europäische mittelalterliche Musik mit Sanstierce und La Beltatz, Flamenco mit Trio Ziryab, neuer Musik und experimentellem Jazz mit Crossover Bagdad Köln. Er ist Mitbegründer der Ensembles Lagash, Ahoar und Sidare, mit denen er in Deutschland und international konzertierte und gewann 2007 mit Ahoar den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Creole.  
Er wurde mit dem WDR Jazzpreis 2020 in der Kategorie Musikkulturen ausgezeichnet.  
Homepage Bassem Hawar

Dr. Kyriakos Kalaitzidis, Komponist, Oud-Spieler, Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Ensembles En Chordais, ist einer der angesehensten Musiker und Musikwissenschaftler auf dem Gebiet der modalen weltlichen Musik der postbyzantinischen Epoche und des Mittelmeerraums.
Als Mitglied von En Chordais und als Solist hat er mehr als 2000 Konzerte in 40 Ländern gegeben, darunter auch bei den großen Festivals und an rennomierten Veranstaltungsorten. Zu erleben war er unter anderem im Sydney Opera House, in der Salle Pleyel (Paris) und im Lincoln Center (New York), im Metropolitan Museum of Art (New York), im Melbourne Recital Centre, in der Bibliotheca Alexandrina und an San Marco (Venedig), beim Festival Les Suds (Arles), beim Festival des Musiques Sacrées du Monde (Marokko) und vielen anderen.
Kyriakos Kalaitzidis wurde für Vorträge und Meisterkurse an bedeutende Institutionen wie die Princeton University, Université de Strasbourg, Istanbul State Conservatory, Torino University und Holly Cross College (Boston) eingeladen. Als Komponist und Interpret war er daneben auch für Bühne und Film tätig und erhielt für seine Instrumentalwerke begeisterte Kritiken.
Zu seiner Diskografie zählen neben vier eigenen Alben auch zahlreiche Produktionen anderer Künstler, an denen er beteiligt war. In den Jahren 2002-2005 war er künstlerischer Leiter des Projekts „MediMuses“ zum musikalischen Kulturerbe des Mittelmeerraums. 2012 wurde seine Doktorarbeit „Post-byzantinische Musikmanuskripte als Quelle für orientalische weltliche Musik“ vom Orient-Institut Istanbul veröffentlicht. Seit 2020 ist er Assoc. Professor für Musikwissenschaften an der University of Ioannia.  
Homepage Kyriakos Kalaitzidis

Er wurde 1977 in Teheran geboren und lernte bei dem bedeutenden Santur-Meister Faramarz Payevar. Vom Filmkomponisten Farhad Fakhredini wurde er in Musiktheorie und Komposition unterrichtet. Mit 18 Jahren begann er dann selbst Santur an diversen Musikschulen in Teheran zu unterrichten. Im Jahr 2007 wurden sechs CDs von ihm für den Santur-Unterricht produziert. Im Jahr 2008 gründete er eine eigene Musikschule in Teheran, die „Avay-e-Shahrzad“. 2010 erlangte er den Bachelorgrad im Fach Instrumental Musik an der Teheran University of Art und arbeitete viele Jahre als Santur-Spieler und Komponist in mehreren iranischen Musikgruppen, konzertierte im Iran u.a. beim Fadjr Festival in Teheran 1992, 1994, 1995), begleitete von 2001 bis 2008 Theaterproduktionen live in der Vahdat-Halle in Teheran. Gleichzeitig arbeitete er sowohl in seinem eigenen Tonstudio als auch in drei anderen Studios als Tontechniker und Produzent und produzierte die Musik für zwei Filme, einen Werbefilm sowie für eine Reihe multimedialer Kindergeschichten auf DVD. Seit 2011 lebt er in Deutschland. Seit 2013 Ensemblemitglied beim Transorient Orchestra. 2015 gründete er seine eigene Band, das Kioomars Musayyebi Quartett. Von 2013 bis 2015 absolvierte er an der Universität Hildesheim sein Masterstudium im Fach „Musik.Welt – kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“ und arbeitete zeitgleich als freier Dozent für Santur am Center for  World Music (CWM) – Stiftung Universität Hildesheim.  
Homepage Kioomars Musayyabi

Er wurde 1977 im Iran geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren lernte er von seinem Bruder, Behnam Samani, die Grundlagen für das Spiel der Trommeln Tombak und Daf. Als Zwölfjähriger nahm er zusätzlich Unterricht bei renommierten iranischen Meistern wie Khodadad Gholami, Ruzali Nurbakhsh und Mahmud Sharifi. Neben der Perkussion gilt sein Interesse den Blasinstrumenten wie Sorna, Karna und Neyanban. Mit namhaften Musikern wie Rahmatollah Badii, Hossein Alizadeh, Kayhan Kalhor, Alireza Ghorbani, Salar Aghili und Konstantin Wecker arbeitete Reza Samani bei internationalen musikalischen Projekten. Zahlreiche Konzertreisen brachten ihn als Solokünstler sowie auch als Mitglied der Ensembles Zarbang und Samani in die USA, nach Kanada, Asien, Afrika und in verschiedene Länder Europas. Er konzertierte auf renommierten Musikfestivals, wie bei den Villas de Verano in Madrid, der Ruhrtriennale, dem Silkroad-Festival Hongkong oder den Sounds of Arabia (Abu Dhabi) und spielte mit dem Symphonieorchester des norwegischen Radios und Fernsehens (NRK).
Homepage Reza Samani

Er wurde im Irak geboren und spielt die orientalische Flöte Nay und die armenische Oboe, wo er  orientalische Musik am Institut für Musikwissenschaft in Bagdad bei den wichtigsten Lehrern des Landes studierte. In Deutschland studierte er Tontechnik, arbeitet regelmäßig als Arrangeur und Keyborder für Studio-Aufnahmen. Er ist Mitglied der Deutsch-ägyptischen Jazz Big Band Cairo Steps, mit der er 2018 den “German Jazz Award Gold” erhielt. In Deutschland und im Mittleren Osten trat er mit verschiedenen Sinfonieorchestern in großen Konzerthäuser wie der Philharmonie Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Alte Oper Frankfurt, in den Opern Kairo, Alexandria und Damanhur in Ägypten, mit dem WDR Chor unter Leitung von Robert Huber u.a. im Kurhaus Wiesbaden, Kulturpalast Dresden, Beethoven Kammermusiksaal Bonn, Liederhalle in Stuttgart. Weiterhin spielte er in verschiedenen musikalischen Besetzungen mit Trimum, dem David Orlowsky Trio, Mohamed Mounir und Souad Massi. Er hatte Gastspiele u.a. auf dem Rheingau Musik Festival, der Maranatha Konferenz in Illinois & Michigan in den USA, dem Zitadelle Festival für Musik und Gesang in Ägypten, dem 35. Deutscher evangelischer Kirchentag 2019 in Dortmund, Arab Music Festival „Silver Jubilee“ in Kairo auf.
Homepage Rageed William

Die Sängerin und Komponistin Rita William wurde in Bagdad geboren und beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit orientalisch-christlichem und klassisch-irakischem Gesang. Bereits im Alter von 9 Jahren sang sie regelmäßig bei Feierlichkeiten in ihrer Schule. Ab 1998 sang sie in dem evangelischen Kirchenchor „Liebe und Frieden“ als Solistin in Bagdad. Der Chor gab Konzerte in allen Regionen des Irak mit dem Ziel, die verschiedenen Religionen einander näher zu bringen. Seit 2001 lebt sie in Deutschland und tritt regelmäßig in Kirchen und Konzerten traditioneller und religiöser Musik auf. So sang sie u.a. auf dem Evangelischen Kirchentag Berlin 2017, bei „Ex oriente vox“ in Stuttgart. Mit dem Würzburger Orchester sang sie den arabischen und aramäischen Part des  „Stabat mater-Projektes“ von Karl Jenkins. Sie ist Mitglied bei Trimum, einem interreligiösen Gemeinschaftsprojekt, das jüdische, christliche und muslimische Musiker*innen in Workshops und Konzerten zusammenbringt, um ein konstruktives und friedliches Miteinander der Religionen zu fördern. Zu ihren wichtigsten Konzerten gehörten Auftritte beim 13. Internationalen Festival für Stummfilm und Livemusik in Heidelberg, ein Fernsehkonzert des christlichen Senders Sat 7 in Paris, beim „Arabischen Musikfestival” in der Oper Kairo, beim französisch-palästinensischen Kulturfestival „al kamandjati“ in Ramallah, Jerusalem und Betlehem sowie beim „Playground Festival“ für Alte Musik in Weimar. 2006 nahm sie die CD „Shouq Qalbi“ mit selbst komponierten Kirchengesängen in arabischer Sprache auf. 2014 erschien die CD 'Arabiskan' mit den Deutsch-ägyptischen Jazz Big Band Cairo Steps. Bei Trimum wirkte sie bei der Sammlung und Übersetzung aramäischer und arabischer Lieder für das 2017 erschienene „Interreligiöse Liederbuch“ mit. 2018 trat sie im Rahmen des Romanischen Sommers Köln mit dem Nouruz-Ensemble im Programm „Goldener Flügel“ auf, das auch auf CD erschienen ist.
Homepage Rita William

Er wurde in Kabul in eine Familie von Musikliebhabern geboren, die die Künste in der afghanischen Hauptstadt unterstützten. Als er zu Hause der Rubab in den Sendungen von Radio Afghanistan hörte, interessierte er sich zunehmend für das Instrument und wurde mit 17 Jahren als Schüler von Ustad Mohammad Omar, dem „Sultan der Rubab“ angenommen. Der Maestro feierte die großartige Entwicklung der Rubab-Kunst zu einem Solisteninstrument mit eigenem klassischem Repertoire sowie die Interpretation von Volksmelodien allen Teilen Afghanistans in einem einzigartig schönen Stil. Das Wissen über das Spielen der Rubab, sowie die Interpretation seiner feinsten Elemente sind selten geworden, und nur wenige Künstler halten an der Tradition der klassischen Rubab fest, den Ustad Mohammad Omar in Kabul entwickelt hat. Daud Khan hat sein Leben der Bewahrung des authentischen Stils seiner Meisterschule gewidmet.   Nach dem Tod von Ustad Mohammad Omar ging er zunächst zu einem Ingenieurstudium nach Deutschland. Danach ließ er sich in Delhi in Indien nieder mit dem Wunsch sich der Musik zu widmen und die indische Sarod bei einem der größten Meister, Ustad Amjad Ali Khan zu studieren. Die moderne Sarod geht auf die Rubab aus Afghanistan zurück. Nach Jahren des intensiven Studiums wurde er zweimal mit dem Hafiz Ali Khan Award (1988/1995) in Indien ausgezeichnet und erhielt von Ustad Amjad Ali Khan den Titel Ustad („Meister“).   Ustad Daud Khan tritt in ganz Europa und darüber hinaus auf, bei Solokonzerten, Festivals oder in Ensembles mit anderen renommierten Künstlern: Er ist regelmäßig in Jordi Savalls Ensembles zu sehen und hat auch viele Tourneen in Europa und den USA mit Sängern wie Ustad Mahwash oder Sima Bina unternommen. Er hat in vielen renommierten Sälen gespielt, darunter in den letzten Jahren in der Philharmonie Paris, in der Barbican Hall in London, Alte Oper Frankfurt, Opéra de Rennes,  Alhambra in Genf, im Mevlana Kültür Merkezi in Konya, Göteborg Konserthus und im Mehrangarch Fort in Jodhpur in Indien und im Fes Festival Spiritueller Musik. Er widmet sich der Weitergabe und Erhaltung der ursprünglichen afghanischen Kunstmusik und des Gharana Stils. Er bildet Schüler aller Herkunft aus, die von der Magie dieser Instrumente und ihres wunderbaren Klangs begeistert sind. Er unterrichtet regelmäßig Kurse und Seminare wie im Labyrinth Music Workshop von Ross Daly in Griechenland, in Italien und Spanien. Daud Khan ist nie nach Kabul zurückgekehrt, obwohl er dort enge Beziehungen zu Musikern und Instrumentenbauern unterhält. Er spielt die Rubab mit lebendiger Inspiration aus seinen unberührten Erinnerungen an wunderschöne Gärten und Orte, an ein einfaches, aber reiches Leben.
Homepage Daud Khan Sadozai

Er wurde in Indien geboren und erhielt bereits ab dem Alter von fünf Jahren Sitar Unterricht von seinem Vater Sri Panchanan Sardar. Seine weitere Ausbildung erhielt er von Lehrern wie Pandit Santosh Bannerji und Pandit Deepak Chowdhury und ist als talentierter Sitar-Spieler und Komponist der jüngeren Generation anerkannt, dessen Spiel sich durch eine Kombination aus technischer Finesse und einem tiefen Gefühl der Reife auszeichnet.   2012 wurde er von der Carnegie Hall zu einem Musikaustauschprogramm eingeladen, um mit ihren Alumni-Musikern zusammenzuarbeiten, gefolgt von einer Residenz bei den Récollets International in Paris auf Einladung des französischen Kulturministeriums und im schwedischen Rikskonzerten Programm Ethno. 2016 folgte er einer Einladung des Goethe Institut zur Arbeit an seinen Kompositionen nach Deutschland, wo er seit dem lebt. Sein tiefes Interesse an der Komposition für westliche Instrumente führte ihn 2017 zum Abschluß des Masters in Jazz Improvisation an der Hochschule für Musik in Köln.   Während internationaler Gastspielreisen ist er als Solist aufgetreten u.a. in den USA, Deutschland, Frankreich, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und Japan. Neben seinen Verwurzelung in der indischen Klassik, ist er aktiv an der Entwicklung und Erforschung von neuen stilistischen Kombinationen mit anderen Musikgenres: indische Musik mit zeitgenössischer westlicher Klassik, Jazz, Flamenco, nordischem Folk und Balkanmusik. Seine Musik für die Tanz-Choreographie Crossing Oceans wurde 2015 in Indien auf allen großen Tanzfestivals aufgeführt. Im gleichen Jahr initiierte er zusammen mit dem deutschen Jazz-Kontrabassisten Sebastian Gramss das Crossover-Projekt Roots & Shoots mit dem er Indien und Deutschland bereiste. Er arbeitete mit dem schwedischen Duo Mattias & Nina Perez im indisch-nordischen Crossover-Projekt Northlight zusammen, mit der er in Schweden und Indien gastierte. 2018 war er am Projekt Eternal Voyage von Marcus Stockhausen beteiligt, das 2019 als CD veröffentlicht wurde. Ebenfalls 2019 arbeitete er mit Marina Abramovic in ihrem Projekt „Anders Hören“ in der Alten Oper Frankfurt. Seine aktuellen eigenen Projekte sind Medieval Raga mit indischer und mittelalterlicher Musik für Sitar, Cello und Percussion und das Crossover-Jazz-Quartett Metamorphosis für Sitar, Klavier, Kontrabaß und Schlagzeug. Er leitet Sitar-Unterricht und Workshops für klassische indische Musik, Improvisation und Interpretation indischer Musik im westlichen Musikkontext und arbeitet u.a. als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der Popakademie Mannheim und der Universität Lund in Schweden.  
Homepage Hindol Deb

Der Cellist stammt aus den USA. Er ist in vielen unterschiedlich-stilistischen Bereichen aktiv - Alte Musik, Volksmusik aus Südamerika, klassische und neue Musik. Er gab Konzerte in den USA, Südamerika und Europa und spielte u.a. zusammen mit Anthony Braxton, Joe Morris, Stephen Haynes und Carl Testa. Er ist auch als Komponist tätig und komponierte Stücke für Cello, Chor und Kammermusikensemble. Bontrager hat Barock Cello bei Markus Möllenbeck an der Folkwang Universität der Künste in Essen studiert und darüber hinaus Viola da Gamba im Masterstudiengang belegt. Er ist Teil vielfältiger Projekte, wie dem Improvisations-Cello Quartett The Octopus und Hen’s Teeth, einem Oldtime Appalachian Duo, zusammen mit der Geigerin und Banjo-Spielerin Jane Rothfield. Gemeinsam touren sie regelmäßig durch Großbritannien und die USA. Bontrager gastiert in der Spielzeit 2018/19 erstmals am Staatstheater Karlsruhe als Teil der Live-Band in The Broken Circle. 
Homepage Nathan Bontrager

Er wurde in Deutschland geboren und gehört zur zweiten Generation, einer in Deutschland ansässigen indischen Familie. Da seine Eltern Kenner und Liebhaber der indischen Musik waren, kam Arup bald mit der traditionellen indischen, insbesondere bengalischen, Kultur und Musik in Kontakt. Ab dem zwöften Lebensjahr besuchte Arup regelmäßig indische Konzerte mit klassischer Musik, hörte aufgenommene indische Musik und begleitete seine Eltern auf Tabla, während sie Andachtslieder, Tagore-Lieder und traditionelle bengalische Volkslieder sangen. In den späten 1980er Jahren lernte Arup den versierten Tabla-Spieler Sri Subhen Chatterjee aus Kalkutta kennen, der bald sein Freund, Musiklehrer und Guru wurde. Seitdem steht Arup unter Subhenjis hingebungsvoller Anleitung, der selbst der älteste Schüler des berühmten Tabla Meisters Pandit Swapan Chaudhuri ist, einem Fackelträger des LUCKNOW-Stils auf der Tabla. Seit Mitte der 1990er Jahre erhält Arup auch zusätzlichen Unterricht von Pandit Swapan Chaudhuri. Er hat auf zahlreichen CD Tabla gespielt, in Aufnahmen für verschiedene Radiosender wie den BR Bayerischer Rundfunk, WDR Westdeutscher Rundfunk und für BRF Belgisches Radio. Er ist er einer der gefragtesten Tabla-Begleiter in Europa und trat in vielen Ländern auf, aber auch in Indien und den USA. Er hat als Interpret der klassischen indischen Musik hat er bereits einige der besten Musiker Indiens begleitet, darunter Kala Ramnath, Tejendra Narayan Majumdar, Rajeev Taranath, Shahid Parvez Khan, Rupak Kulkarni, Purbayan Chatterjee, Kushal Das, Partha Chatterjee, Dhruba Ghosh, Atul Kumar Upadhye, Subroto Roy-Chowdhury, Harscher Wardhan, Ramnath Gopalakrishnan (karnatisches Saxophon), Mysore M. Manjunath, Partho Sarothy, Sangeeta Shankar, Ronu Majumdar, Ashok Pathak, Sandipan Samajpati, Ranajit Sengupta, Sumata Chjdati Guha, Padmini Rao. Durga Arya (Kathak), Rajeeb Chakraborty, Gaurav Mazumdar, Mohammed Sayeed Khan, Shalil Shankar, Ashraf Khan, Ikhlaq Hussain Khan, Alif Laila, Anirban Das Gupta und viele andere sowie erfahrene westliche Interpreten der klassischen indischen Musik wie Ken Zuckerman, Al Gromer Khan, David Trasoff, Stephanie Bosch.
Homepage Arup Sen Gupta

Er studierte am Konservatorium von Aleppo in Syrien und arbeitete nach seinem Abschluß 2008 dort als Ney-Lehrer. Mit dem Oud Spieler Tarek al Sayed bildet er ein festes Duo seit sie sich auf den Korridoren des Konservatoriums in Aleppo getroffen haben. Seit seiner Flucht 2013 lebt er in Belgien. Er ist an vielen Bands und Projekten beteiligt, darunter Ramal Aleppo, Wajd Ensemble, Refugees for Refugees, Violet, Broukar, Nebras und spielte auf bedeutenden Bühnen in Syrien, Libanon, Türkei, Frankreich, Schweiz, Polen, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Schweden, Malaysia und Belgien. Er arbeitet als Ney Lehrer an der Musikschule von Muziekpublique in Brüssel und gehört seit 2017 zum Team des Theater Moliere, der auf Musiken der Welt spezialisierten internationalen Bühne in Brüssel. Dort war er auch an zahlreichen CD Aufnahmen des hauseigenen Labels als Ney Spieler beteiligt.
Homepage Tammam Al Ramadan

Er wurde 1978 in Syrien geboren. Er ist acht Jahre alt, als er in den Sommerferien am Meer mit seinen Eltern von der Magie und den Charme eines Oud Spielers gefangen wird. Es gab ein Musikfestival am Meer und jeden Abend wurde gesungen und Musik gespielt. Ein Freund seines Vaters hatte eine sehr schöne Oud dabei, die ihm sofort gefiel.  Als kleiner Junge hatte er eine gute Singstimme, aber der Freund seines Vaters sagte zu seinen Eltern: „Gib ihm eine Oud! Er könnte gut darin werden.“ Zurück in Aleppo kaufte sein Vater ihm seine erste Oud und öffnete ihm eine neue Welt. Da seine Eltern nicht die Mittel hatten ihn auf die Musikakademie nach Damaskus zu schicken, wurde er zunächst Mathematiklehrer. Damit verdiente er sich sein Geld zunächst für Privatunterricht und dann ab 2005 für das Studium der Oud und Musik am Konservatorium von Aleppo. Er lernt die Muashahat-Sufi-Tradition von Aleppo, die nur noch wenige Menschen seiner Generation kennen und die in der 800 Jahre alten Al-Hilaliya-Moschee von Generation für Generation oral weitergegeben wurde. Durch gelegentliche Teilnahmen an dortigen Sufi-Ritualen lernte er die Regeln dieser komplexen Musik mit schwierigen Rhythmen, Skalen und Dekorationen, die ihm Raum und Freiheit für Improvisation und Innovation gibt.
Bis 2013 arbeitete er als Lehrer an verschiedenen Musikschulen von Aleppo und bildetet mit dem Ney Spieler Tammam Al Ramadan ein festes Duo seit sie sich auf den Korridoren des Konservatoriums in Aleppo getroffen haben. Die Lebensbedingungen in Syrien führten dazu, daß beide 2013 nach Europa flüchteten und bis heute weiterhin auch gemeinsam auftreten. Seit 2013 lebt er in Belgien und arbeitet als Oud-Spieler. Er unterrichtet seit 2016 orientalische Musik und Oud an der Muziekacademie of Sint-Niklaas.
In Syrien war er Mitglied vieler Musikgruppen und Projekte wie der Band für orientalische und Sufi-Musik Nawa, dem Ensemble für moderne orientalische Musik Mayada Bselis, der Jazz Band Dopamine und dem Ensemble Ramal Aleppo. In Frankreich arbeitet er mit dem Oración-Projekt der Royaumont Foundation. Er ist Oud-Spieler und künstlerischer Leiter des Wajd Ensemble für orientalische und Sufi-Musik, mit dem er auch die erste CD „Aleppo-Musik“ mit dem Label MUSIQ3 aufnahm. Er spielte auch die CD 'Een Vlaams-Syrische Ontmoeting' mit dem Ensembles Violet, die CD 'Refugees for Refugees' mit  Muziekpublique sowie weitere Studioaufnahmen mit verschiedenen Ensembles ein.
Er gab Workshops und Konzerte in Syrien, Libanon, Tunesien, der Türkei, Frankreich, Deutschland, Polen, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien.  

Als 10-jähriger Junge begann er östliche und nahöstliche Schlaginstrumente zu spielen. Seinen Abschluß legte er als Musikpädagoge an der Universität von Namur ab, gefolgt von einem Master-Studium am renommierten Weltmusik-Fachbereich der Hochschule für Musik Codarts in Rotterdam bei Levent Yildrim, einem der großen Meister des Darbuka-Spiels. Zudem hat er an Meisterkursen von Padjid Khaladj (Belgien), Misirli Ahmet (Türkei), Kostas Anastasiadis (Türkei) und Zohar Fresco (Israel) und Pedram Khavarzamini (Kreta) teilgenommen. Er tritt regelmäßig international als gefragter Spezialist für orientalischer Perkussion auf mit Ensembles wie Refugees for Refugees, Auster Loo, dem Lâmekân Ensemble, Seyir Trio, Gnatz, Orbal, Creutz Trio und Osvald Arcady.  
Homepage Simon Leleux

Er hat den traditionellen Gesang von seinem Vater Sabri Madallal (1918 – 2006 Aleppo) erlernt, der ein berühmter Sänger und Komponist in Syrien war. Sabri Mdallal entwickelte eine arabeske Gesangstechnik, die es ihm ermöglichte, beim Singen zu atmen. Er sang ein ebenso religiöses wie weltliches Repertoire, insbesondere die Aleppo Suite „wasla“ und trat mit dem Al-Kindî-Ensemble auf.   Nachdem Fakher Madallal die Kunst des Cantillierens von seinem Vater gelernt hatte, verfeinerte er seine Gesangstechnik und wurde Schüler von Umar al-Batsh, dessen Stimme bereits 1949 erstmals im Radio zu hören war. Er war auch Muezzin, der mit der Gruppe 'Aleppo Muezzins' auch auf Tournee ging und zum Al-Kindî-Ensemble gehörte.  

Sie wurde in den Bergen Tibets in Amdo geboren. Sie lernte dort sehr jung das Singen und entwickelte eine virtuose Karriere bis zu ihrer Flucht nach Indien und schließlich bis zu ihrer Ankunft in Belgien. Dolma ist sehr aktiv als Sängerin in der Tibetischen Community und tritt auch regelmäßig im Duo mit dem tibetischen Damiyan-Lautenspieler Kelsang auf.  

Shahabeddin Azinmehr wurde 1985 in Teheran geboren und hat einen Bachelor-Abschluß in RestEr begann zunächst als Sänger und setzte seine musikalischen Aktivitäten als Instrumentalist auf Tar und Setar, die er bei den Meistermusikern Mohammad Musavi, Dariush Talai, Mas'ud Sho'ari, Behruz Hemmati und Reza Parvizzade lernte.
Er tritt regelmäßig in Europa als Instrumentalist mit dem Madjid Derakhshani & Ensemble Asman auf und spielt als Begleitmusiker in Konzerten iranischer Meistermusiker sowie bei Studio-Aufnahmen. 2020 veröffentlicht er sein erstes eigenes Setar Solo Album Showq-e Mastur auf dem Label des Mahoor Institute of Culture & Arts, Iran.   
Homepage Shahabeddin Azinmehr und Soundcloud

Sie wurde in der Türkei geboren und begann mit zehn Jahren zu musizieren. 16 Jahre studierte sie sowohl türkische als auch westliche klassische Musik an der ITU Istanbul Technische Universität in der Abteilung für Türkische Musik (Musik-Konservatorium). In dieser Zeit hat sie einzigartige Techniken für das Cello entwickelt, um die modale türkische Musik zu spielen. Sie hat ein tiefes Verständnis für die Geschichte und das Gefühl der Maqam-Musik. Ihr Repertoire umfaßt türkische klassische Musik und Volksmusik. Mit vielen bekannten türkischen Musikkomponisten hat sie Privatunterricht genommen und ihr Können und Verständnis für Improvisationstechniken (Taksim) vertieft. Sie hat zehn Jahre ihre Erfahrungen als Lehrerin an ihre Schülern weitergegeben bevor sie 2018 nach Belgien übersiedelte. Seit dem arbeitet sie dort an ihren Musikprojekten.  

Er wurde 1959 in Bâmiyân in Afghanistan geboren. Als Angehöriger der Volksgruppe der Hazara, zu der etwa ein Drittel der afghanischen Bevölkerung gehört, begann er im Alter von acht Jahren zu singen. Dabei begleitete er sich auf einer geborgten Dambura, obwohl zu dieser Zeit Musik unterdrückt und verboten war. Er ging nach Kabul, wo er sich als Musiker einen guten Namen machte. Er spielt Dambura, singt und komponiert hochgeschätzte Hazaragi-Lieder. Und er spielt mit Safdar Tawakoli und Dawood Sarkhosh. Auf Wunsch eines Freundes nimmt er eine Kassette mit 12 Titeln auf, die Lieder für eine Frau enthält, in die sein Freund verliebt war. Diese Aufnahmen wurden weitverbreitet und waren sehr erfolgreich. Unglücklicherweise war die Frau jedoch bereits verheiratet und der Ehemann konnte diese Beleidigung nicht ertragen. Er schwor, Aman zu töten, der deshalb aus Afghanistan fliehen mußte. Er kam 2007 nach Belgien. Seit 2015 tritt er mit Refugees for Refugees auf.  

Geboren in Syrien, aufgewachsen zwischen Ägypten und Libanon hat der Sänger, Musiker und Komponist eine erstaunliche ausdrucksstarke Bariton-Countertenor-Stimme, verfügt über außergewöhnliche Vielseitigkeit und eine große Bandbreite an Stilen, variantenreiche Technik,  ausgefeilte orientalische Ornamentik und große Erfahrung als Performer.   Nach dem Ausbruch des Krieges in Syrien 2011 war er eine Weile ohne Grund im Gefängnis und mußte im selben Jahr seine Heimat verlassen. Er beschloß ein neues Leben zu beginnen, indem er fortan alle Orte und alle Menschen als sein eigenes Zuhause betrachtet. Und obwohl er seit 2014 in Deutschland lebt, führt er seit dem ein Leben als Musik-Nomade. Sein Repertoire umfaßt Liebeslieder und Lieder über die Gesellschaft, wobei er immer wieder historische arabische Gedichte verwendet. Seine Musik ist eine Mischung aus traditioneller Musik mit zeitgenössischen und klassischen Elementen. Aber er ist immer offen für neue musikalische Entdeckungen, die seinem Gesang eine eigene Stimme geben. Er veröffentlichte die CDs Shwayyet Haki (2009), Tawshih (2011) und Political Poems (2014). In mehr als 300 Konzerten fast 50 Ländern ist er aufgetreten, darunter viele große Konzert- und Opernhäuser u.a. in Berlin, Dubai, Paris und Hamburg. Dennoch nennt er seinen Auftritt im syrischen Opernhaus Damaskus im Jahr 2008 als 'Mein bester Moment'. Ebenfalls 2008 erhielt er den zweiten Preis als bester arabischer Improvisator beim 17. Internationalen Wettbewerb des arabischen Musikfestivals in Kairo. 2010 gewann er den 1. Preis bei der Voices International Conference im Libanon. Neben seiner brillanten Arbeit als Sänger komponiert er Lieder für Solisten und Chöre, dirigierte arabische Chöre wie den Nationalchor des jordanischen Konservatoriums und den Amaan-Chor, der unter seiner Leitung 2017 als bester Chor des ChoirFest Middle East Festival im Opernhaus in Dubai ausgezeichnet wurde. Er hat mit internationalen Stars wie dem katalanischen Grammy-Gewinner Jordi Savall, dem einzigen arabischen Grammy-Gewinner Fathy Salam und der bekannten deutschen Band Sarband gesungen. 
Rebal Alkhodari ist der künstlerische Leiter des Orpheus XXI NRW Ensembles.
Homepage Rebal Alkhodari


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