Datum: 15.09.2021 
Ort: Alte Feuerwache Köln
Einlass: 18.30h
Beginn: 19h

anschliessend Farewell
und Ausblick auf Konferenz / Generaldebatte des Migrants Music Manifesto vom 17.-19.09.2021

Kostenlose Ticketanmeldung Konzert Hochlandklänge aus Madagaskar und Abschlusszeremonie

Details | Erick Manana & Jenny Fuhr by Lenamaria LooseKonzert Hochlandklänge aus Madagaskar

Musik aus dem Herzen Madagaskars: Die große Insel im Indischen Ozean ist die gemeinsame Inspirations- und Themenquelle zweier Musiker, deren Biografien unterschiedlicher nicht hätten sein können. Erick Manana, einer der bedeutendsten Liedermacher Madagaskars und Jenny Fuhr, eine junge deutsche Ethnologin, die als Musikerin den Bann der Exklusivität ’fremder’ Kultur brach, präsentieren ebenso traditionsbewusst wie weltoffen und zeitgemäß Poesie und Klangbilder des heutigen Madagaskar. Sie spielen vor allem lyrische Lieder des Hochlands, aber auch Musik, die das Leben in der Hauptstadt Antananarivo, dem alten Tana beschreibt und immer wieder entzünden sich auch hit-taugliche tanzbare tropische Grooves.  

Als jungen Mann verschlug es Erick Manana nach Frankreich, wo er auch fern der „Großen Insel“ seinem Traum immer treu blieb, das musikalische Erbe seiner Heimat nicht nur zu bewahren, sondern es einem breiten Publikum zu erschließen und zeitgemäß weiterzuentwickeln. Musikalisch knüpft er an das an, was ihn während seiner Kindheit und Jugend in Antananarivo geprägt und seitdem auch in Europa nie losgelassen hat: die seelenvoll-melancholischen Hochland-Melodien aus den Gassen und Kneipen des „Tana“ von einst und der silbrig-filigrane Klang der Bambusröhrenzither „Valiha“, die in vergangenen Jahrhunderten das königliche Hoforchester bestückte. Und auch das „Hira Gasy“ inspiriert ihn, das auch heute noch vitale, volksaufklärerische und zirzensische Musiktheater der Reisbauern aus dem madagassischen Hochland mit seinen frappierenden Akkordeon-, Geigen- und Bläser-Grooves und seinem unvergleichlichen mehrstimmigen Gesang. 

Die deutsche Ethnologin und Musikerin Jenny Fuhr hat jahrelange Forschungsarbeit und ausgedehnte Madagaskar-Reisen auf der Insel im Indischen Ozean unternommen und ihre Doktorarbeit über Rhythmus in den Musiken Madagaskars veröffentlicht. Die mehrfache Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert ist klassisch und in historischer Aufführungspraxis ausgebildete Geigerin und Blockflötistin. Mit ihrer Renaissance-Blockflöte, die sie wie eine traditionelle offene Rohrflöte einsetzt, gilt sie heute als wahrhafte musikalische Erbin des 2001 verstorbenen legendären „Sodina“-Flötenmeisters und Antananarivoer Originals Rakoto Frah. Für die klassisch europäisch ausgebildete Musikerin war es eine ungeahnte Herausforderung, sich auf eine neue Art des Musizierens ohne Noten und ohne Üben einzulassen, zu lernen bei Improvisationen auf die Gunst des Augenblicks zu vertrauen und sich die madagassische Sprache mit Hilfe der unzähligen Liedtexte anzueignen. Seit 2009 Duopartnerin von Erick Manana singt und spielt sie parallele oder auch kontrapunktische Stimmen. Damit bringt so insbesondere die nostalgisch angehauchten hauptstädtischen Lieder des alten Tana zum Leuchten. Jenny Fuhr hat heute einen festen Platz in der madagassischen Musikszene.   Erick Manana zählt zum Urgestein dieser Szene. Seit Jahrzehnten ist er ein Star in seiner Heimat und auch weltweit in der madegassischen Diaspora. In seinen poetischen Texten bewahrt er den alten Bild- und Farbenreichtum der madegassischen Sprache. Gleichzeitig nutzt er sie um aktuelle Themen auszudrücken, wie den Erfindungsreichtum, die Leidensfähigkeit, die kleinen Siege und die Enttäuschungen der Madegassen bei ihrem täglichen Kampf ums Überleben. Er singt von Generationskonflikten, den Träumen und dem Heimweh der Emigranten. Die Helden seiner großen Lyrik über kleine Leute sind Kriegsinvaliden, Taxifahrer, Liebende …  

Unvoreingenommen und unkonventionell hat er seine Kunst auch für Anregungen und Herausforderungen aus anderen Genres und Kulturen geöffnet. So trat er 2012 anlässlich seines 35-jähriges Bühnenjubiläums gemeinsam mit musikalischen Freunden und Weggefährten in Antananarivo auf. Das mehrtausendköpfige Publikum aller Altersklassen sang seine Lieder begeistert mit, genauso wie 2013 bei seinem legendären Konzert im Pariser Olympia.  


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