Datum: Freitag 17.09.2021
Ort: Alte Feuerwache Köln  

Block 2 - Session 5
Zeit: 19.30h - 21.00h

Köln ist mit seiner rund 2.000 Jahre zurückreichenden Geschichte unter den großen deutschen Städten die Älteste. Und obwohl Töne flüchtig sind und Musik verklingt, die Stadt mehrfach überschwemmt wurde, sie in Kriegen brannte oder zerbombt wurde, sie nicht zuletzt wichtige Dokumente ihrer Musikgeschichte mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs verloren hat, gibt es keine andere Stadt in Deutschland in der durchgängig von der römischen Gründung bis heute die untrennbare Einheit von lokaler Musiktradition und Identität durch historische Quellen dokumentiert ist.  

Dies ist der besondere Nährboden und Inspiration für das eindrucksvolle zeitgenössische Musikschaffen der großen und alle Genres und Stile umfassenden Kölner Musikszene.       

Diskutiert werden soll die Positionierung und Schärfung des bestehenden Profils „Musikstadt Köln“, die Verankerung der Musik im Kulturentwicklungsplan Köln und im nationalem und internationalem Kontext, die inhaltliche Leitlinien für die zukünftige kommunale Kulturpolitik in Köln; die Möglichkeiten des Labels „UNESCO Creative City of Music“, um in Köln neue Potenziale im nachhaltigen Tourismus, den Medien, der Architektur, der öffentlichen Räume und der Digitalisierung der Stadt als urbanen Raum zu erschließen sowie Synergien mit anderen UNESCO Programmen wie Welterbe (Dom) und Immaterielles Kulturerbe (u.a. Rheinischer Karneval, Orchesterlandschaft etc.).   

Details | Alice Moser by MoserAlice Moser arbeitet seit November 2015 als Koordinatorin für die UNESCO City of Music Hannover im Kulturbüro der Stadt. Sie ist verantwortlich für die internationale Zusammenarbeit und Vernetzung der Musikschaffenden aus Hannover mit den Musikstädten im weltweiten UNESCO Creative Cities Netzwerk. Der kulturelle Austausch sowie Themen wie Völkerverständigung, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Gender* Equality und die Vernetzung von Kulturschaffenden im Bereich Musik und Musikwirtschaft bilden die Schwerpunkte ihrer Arbeit.
Davor war sie als Künstlermanagerin bei der Agentur „KD Schmid“ tätig und zuständig für die internationale Vermittlung von Musiker*innen, insbesondere Dirigenten und Pianisten.   Alice Moser hat deutsche und englische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Hannover studiert. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie über Shakespeare’s Globe Theatre in London.  

Details | Barbara Foerster_by_Philipp TreudtBarbara Foerster lebt und arbeitet als Leiterin des Kulturamtes der Stadt in Köln. Die 1970 geborene Kunsthistorikerin studierte in Münster, Perugia, Rom und Köln Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie. Sie leitet seit Anfang 2014 das Kulturamt der Stadt Köln und lehrt an der Universität Köln am Institut für Kunst und Kunsttheorie. Schwerpunktthemen ihrer Lehrtätigkeit sind Kunst und Stadtentwicklung sowie Partizipation in der Kunst. Ihr Leitgedanke, als Leiterin des Kulturamtes, ist Kulturförderung weniger als Verwaltungsakt denn als Dialog mit der Kulturszene, mit Bürger*innen und den Förderern (Politik und Verwaltung) zu gestalten. Als zentrales Ziel einer aktuellen Kulturförderung in Köln, sieht sie ein städtisches Handlungskonzept für das Themenfeld „Integrierung von Kulturorten in die Stadtentwicklung“ zu etablieren, sowie dem Thema Kulturelle Teilhabe bei der Kulturförderung mehr Gewicht zu verleihen. Ihre erste Maßnahme nach ihrem Amtsbeginn 2014 war die Gründung eines neuen Fachreferates Kulturelle Teilhabe im Kulturamt. Ein Förderkonzept für kulturelle Teilhabe wurde in einem breit angelegten partizipativen Prozess bereits erarbeitet und vom Rat beschlossen. Die Veröffentlichung ist für den Herbst 2021 geplant.   Barbara Foerster ist kein reines „Verwaltungsgewächs“, bevor sie als wissenschaftliche Referentin bei der Stadt Köln anfing, hat sie viele Jahre als Kunstkritikerin und Lektorin für Kunst und Kunstwissenschaften gearbeitet.  

Details | Jan Krauthäuser Der gelernte Grafiker ist in der Kölner Szene seit fast drei Jahrzehnten als Worldmusic-DJ und Autor bekannt. Er ist Initiator des Humba e.V., einem Verein, der seit Mitte der 1990er Jahre Künstler*innen und Laienmusik*innen unterschiedlichster Communities zusammenbringt und damit für frischen Wind in der rheinischen Musik- und Brauchtumsszene sorgt. Ursprünglich um der Karnevalsmusik neue Impulse zu geben, setzen die Mitglieder sich mittlerweile das ganze Jahr über für die Weiterentwicklung der regionalen Heimatkultur ein. Für dieses Engagement wurde der Verein 2011 mit dem Rheinlandtaler (LVR) und 2020 (verliehen Pandemie bedingt erst 2022.) mit dem renommierten Ruth-Preis des internationalen Festivals tff Rudolstadt ausgezeichnet.
Als einer der wesentlichen Triebfedern heimatlicher Musikkulturen ist Jan Ü. Krauthäuser außerdem Initiator, Organisator und Mitveranstalter etlicher unkonventioneller Festivals und Musikreihen. Dazu gehören neben der Humba-Party, auch die Schrebergartentour, die Yalla Party, das Edelweißpiraten-Festival, das Rheinische Zigeunerfestival sowie Brasilonia, Francofolie, der Global Music Club Cologne oder der wöchentliche Singende Holunder. Jan Krauthäuser ist Mitgründer und einer der Vorstandssprecher der Szenevertretung Globale Musik Köln e.V., sowie Mitglied in diversen kulturpolitischen Initiativen.  

Details | RainerNonnenmann_by_artistProf. Dr. K. Rainer Nonnenmann ist Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT). Er studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Deutsche Philologie an den Universitäten Tübingen, Köln und Wien, machte seinen MA bei Peter Gülke und promovierte 1999 bei Dietrich Kämper in Köln. Seit 2005 unterrichtete er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, seit 2008 zusätzlich an der Musikhochschule Freiburg und seit 2011 an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Musikwissenschaft. Seit 2017 organisiert er die Gastdozenturen für Komposition am Institut für Neue Musik der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. 2018 war er als Gastdozent bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt.  
Als Spezialist war Rainer Nonnenmacher fünf Jahre im Vorstand der Kölner Gesellschaft für Neue Musik (GNM) und sechs Jahre Mitglied im Musikbeirat des Kulturamts der Stadt Köln. Als Sprecher und Vorsitzender des Initiativkreises Freie Musik Köln (IFM) war er von 2005 bis 2015mitverantwortlich für die Kölner Musiknacht. Seit 2011 ist er künstlerischer Leiter des Festivals Romanischer Sommer Köln.  
Neben seinen Jury-Tätigkeiten für den Landesmusikrat NRW und die Gesellschaft für Neue Musik Deutschland, ist er Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift MusikTexte, Kolumnist der neuen musikzeitung und Kritiker für neue Musik des Kölner Stadt-Anzeigers. Er nimmt als Referent an internationalen Symposien teil, ist freier Mitarbeiter verschiedener Rundfunkanstalten sowie Autor zahlreicher Bücher, Essays und Aufsätze zur Musik, Ästhetik, Kultur- und Sozialgeschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.  

Details | RalphChristoph_by_ PhilippTreudtRalph H. Christoph ist einer der Gründer des c/o pop Festivals in Köln. Der frühere Journalist und Redakteur (u.a. StadtRevue, SPEX – Das Magazin für Popkultur) war von 2004 bis 2007 Programmleiter des c/o pop Festivals. Seither verantwortete er die internationalen Beziehungen und die strategische Ausrichtung der Gesamtmarke c/o pop. 2014 übernahm er die Leitung der c/o pop Convention. Von 2013 – 2016 zeichnete er außerdem verantwortlich für das Programm des INTERACTIVE Festivals. Für verschiedene Partner und Institutionen initiierte und betreute er zudem zahlreiche Projekte u.a. in Indien, China, Brasilien und Kolumbien. Bereits 1998 gründete er die Agentur BÜRO WASSERDICHT, wo er u.a. die Künstler der Labels KOMPAKT betreute und eröffnete den Kölner Club STUDIO 672. Er veröffentlichte und übersetzte zudem diverse Bücher und Buchbeiträge, u.a. Neue Soundtracks für den Volksempfänger – Nazirock, Jugendkultur und rechter Mainstream (Edition ID-Archiv, 1993) und  Fab 5 Freddy Fresh Fly Flavour (Eichborn Verlag, 1995).  

Details | ThomasGlaesser_by_JazzhausSchuleThomas Gläßer lebt und arbeitet als Musiker und Musikvermittler, freier Kurator und Kulturaktivist in Köln und Berlin. Er studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin sowie Jazz / Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Als künstlerischer Leiter konzipiert und kuratiert er außergewöhnliche Festivals, Konzertreihen sowie Konferenzen und Musikvermittlungsprojekte, darunter u. a. die modellhaften Schulentwicklungsprojekte „Grundschule mit Musikprofil Improvisierte und Neue Musik“ und „KlangKörper“ der Offenen Jazz Haus Schule. Er ist Vorstand des IFM e.V. und des ON e.V. sowie Gründer des ZAM e.V.  


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