Details | 0Das Festival wurde 1974 gegründet als ein Kooperationsprojekt des Kunstmuseums Bochum und der zahlreichen Ausländervereine und -Organisationen in Bochum, Hattingen, Witten sowie anderer Städte des Ruhrgebiets. Diese sozio-kulturelle Zusammenarbeit wollte auf dem Hintergrund der kulturellen Demokratisierungsbewegung „Kultur für alle“ (Zitat Hilmar Hoffmann, damals Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, 2001 Präsident des Goethe-Instituts) um ein Zeichen zu setzen für ein gleichberechtigtes Zusammenwirken aller Menschen im globalen Dorf NRW.  
Die Kemnade International stellte den neuen kulturellen Reichtum der Region mit seinen multi-ethnischen Kulturgemeinschaften, ihrer Musik, dem Theater, der Literatur und bildenden Kunst in den Mittelpunkt. „Integrative, nachhaltige Ausländerarbeit“ war das Ziel der Unternehmung, das gegenseitige Kennenlernen der unterschiedlichen ethnischen Gruppen in einer gemeinsamen Veranstaltung unter Beibehaltung der eigenen Sprache und Kultur war die Praxis der Völkerverständigung. Die Kemnade Int. wurde damit ein beeindruckendes kulturpolitisches Manifest mit dem sich eine breite Öffentlichkeit im Ruhrgebiet und Bergischen Land identifizieren konnte.  
So fanden in den ersten Jahren des Festivals renommierte Künstler aus den Herkunftsländern der Migranten den Weg auf die Bühnen der Kemnade International. Und diese Ausgaben wurden von bis zu 100.000 Besucher pro Festival-Biennale besucht!      

Details | 0Es war Ziel des Festivals auf die Bedürfnisse und Visionen der in NRW lebenden Migranten Bezug zu nehmen und eine Begegnung zu organisieren, die die kulturelle Verflechtung zwischen Herkunftsländern und Bochum bzw. NRW. deutlich macht.      
Im Mittelpunkt dieser Festivalausgabe stand Musik aus den Ländern rund um das Mittelmeer, die Vielfalt der Stile und Mentalitäten und ihr Bezug zueinander. Ein Schwerpunkt galt der Musik aus der Türkei und der türkischen Diaspora in Europa. Die Bands und Musiker waren eingeladen ins Ruhrgebiet, wo eine der größten türkischen Gemeinden Westeuropas lebt und das Herz des türkischen Deutschlands schlug.

Programmheft Kemnade International 2001

Details | 0Begleitend zum Konzertprogramm fand eine Fachtagung zum deutsch-türkischen Kulturtransfer unter der Leitung von Tayfun Demir in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk und dem Zentrum für Türkeistudien statt:  

  • Bestandsaufnahme der kulturellen Ressourcen zwischen Istanbul, Anatolien und dem Ruhrgebiet    
  • Vernetzung von bereits bestehenden türkisch-deutschen Kultureinrichtungen und Kulturorganisationen in NRW  
  • Sensibilisierung des Fachpersonals in den Kulturverwaltungen und traditionellen Kultureinrichtungen für eine kompetente Informationsstelle für alle künstlerischen Sparten des deutsch-türkischen Kulturdialogs    
  • Sensibilisierung der Medienlandschaft für nachhaltige Fragen deutsch-türkischer Kunst und Kultur  
  • Praktische kulturelle Begegnungen von Festivalbesuchern aller Generationen in Workshops mit den Künstlern des Festivals   


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