Details | 0Ob Mythos oder Wahrheit, die Imaginationskraft von Marco Polos Reiseberichten inspiriert bis heute Literatur und Film. Wie klingt es also, wenn Marco Polo heute auf die Reise von Italien über Zentralasien nach China reisen würde. Der griechische Komponist, Musikforscher und Spezialist für byzantinische Musik Kyriakos Kalaitzidis, das griechische Ensemble En Chordais und Gastmusiker aus dem Iran, China, der Mongolei und Italien beantworten diese Frage in einer alle Sinne ansprechenden musikalischen Reise.

En Chordais
Kyriakos Kalaitzidis - Gesang, Oud 
Drosos Koutsokostas - Gesang
Alkis Zopoglou - Kanun
Petros Papageorgiou - Toumpeleki, Bendir
Kyriakos Petras - Violine  

und Gäste:
Ziya Tabassian - Tombak, Daf   
Kiya Tabassian - Setar
Marco Rosa Salva - Tenorblockflöte
Pierre-Yves Martel - Viola da gamba
Linling Yu - Pipa
Amartuvshin Baasandorj - Khöömii Gesang

Details | by Artist ArchivMeikhanehs Stücke werden von Phantasie, Improvisation und traditionellen Musiken aus Europa, der Mongolei und dem Iran gespeist. Fesselnde Stimmen tragen die Kraft europäischer Gesangstraditionen, luftige Melodien fliegen mit Leichtigkeit über weites Land und der mongolische Obertongesang verleiht eine spirituelle Tiefe. Man hört Klänge, die an die Steppen in Asien und Andalusien erinnern. Treibende Rhythmen der Perkussion atmen uralte persische Traditionen. Meikhâneh führen all diese Elemente zu einer Musik ohne Grenzen zusammen, die die Seele streichelt. Der Name Meikhâneh stammt aus der persischen Poesie und bedeutet 'Haus der Trunkenheit'.
Die Kreuzung von Elementen oraler nomadischer Musikkulturen und die improvisatorische Freiheit in einer imaginären Welt ist Programm von Meïkhâneh. Dabei sucht das Ensemble immer wieder nach neuen Klangbilder, die sie in Zusammenarbeit mit Meistern oraler Musikkulturen der Welt entwickeln. 

Johanni Curtet ist Musiker, Oberton-Sänger und promovierter Ethno-Musikwissenschafter. Seit 2004 erhielt er zahlreichen Auszeichnungen und Stipendien, die es ihm erlaubten in der Mongolei mongolische Sprache und Kultur zu erforschen und die Musikpraxis zu lernen. Seine wissenschaftlichen Forschungen zu khöömii konzentriert er auf die Entstehung, Geschichte, Erhaltung und Vermittlung dieser Gesangstechnik in der Mongolei. Auf Ersuchen des Mongolischen Nationalkomitees der UNESCO nahm er 2009 an der Ausarbeitung der Bewerbung der Mongolischen Traditionellen Kunst des Khöömii für die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit teil. Er arbeitet als Lehrbeauftragter für mongolische Musik, Kultur und Gesang an der Universität Rennes in Frankreich und am INALCO, dem Nationalen Institut für orientalische Sprachen und Zivilisationen in Paris. Seit 2006 ist er künstlerischer Leiter der Kulturorganisation Routes Nomades.

Das Ensemble hat drei CDs veröffentlicht:
Chants Diphoniques de l’Altaï Mongol (2008), La maison de L’ivresse (2012) und La Silencieuse (2017).    

Maria Laurent – Gesang, Tobshur, Morin Khuur
Johanni Curtet – Gitarre, Dombra, Khöömi und Oberton Gesang
Milad Pasta – Tombak, Daf, Udu

Weitere Infos

Details | 0Transoxanien ist das „Land jenseits des Oxus“. Der Name verweist auf eine kulturhistorisch bedeutende Region im westlichen Teil Zentralasiens: das Land zwischen den beiden Strömen Amudarja und Syrdarja mit den alten Metropolen Samarkand und Buchara. Heute gehört es größtenteils zu Usbekistan, aber auch Teile von Kasachstan im Norden, Tadschikistan und Kirgisistan im Osten und Turkmenistan im Süden zählen dazu.  
Die junge Sängerin Gulzoda Khudoinazarova stammt aus Buchara und ist bekannt für die besondere Nuancenreichheit ihrer Stimme und ihre außerordentliche Bühnenpräsenz während ihrer Konzerte.
Sie lernte zunächst an der Bukhara State University of Arts traditionellen volksmusikalischen Gesang und Shashmaqam. Shashmaqam wurde 2003 von der UNESCO auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Er ist die klassische Musik Mittelasiens, die in Buchara von Musikern und Sängern unterschiedlicher Herkunft und Religion (Usbeken, Tadschiken und Juden) in mündlicher Überlieferung erschaffen und im 18. Jahrhundert in sechs komplexen Zyklen zusammengefaßt wurde.
Während ihrer Studienjahre nahm Gulzoda bereits erfolgreich an einer Reihe von nationalen Wettbewerben teil. 2001 wurde sie beim Jurakhon Sultonov & Ma'murdjon Uzokov Wettbewerb in Marghilan (benannt nach zwei Meistermusikern) mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Nach ihrer Ausbildung setzte sie am Staatlichen Konservatorium in der Hauptstadt Tashkent ihre Ausbildung fort und trat regelmäßig in wichtigen Konzerthäusern mit Solokonzerten auf. So sprach sich ihr Name schnell bei Kennern der klassischen Shashmaqam Szene und Fans traditioneller Musik herum. Sie erhielt 2003 den Yunus Radjabi Preis und den im selben Jahr den «Nihol» Award für klassischen Gesang. Von 2005 - 2007 studierte sie im Rahmen des Orient Master Programms am Staatlichen Konservatorium in Tashkent und begann nach Abschluß ihre Karriere als Sängerin im Yunus Radjabi Makam-Ensemble mit dem sie bis heute aktiv ist. Die Gruppe tritt regelmäßig in Usbekistan bei Festlichkeiten wie Unabhängigkeitstag, Frühlingsfest Navruz oder anderen Anlässen auf. 2016 absolvierte Gulzoda mit ihren Musikern Bekzod Safarov und Farruh Vohidov einen erfolgreichen Auftritt auf der Weltmusikmesse WOMEX in Santiago de Compostella in Spanien.
 
Gulzoda Khudoynazarova – Gesang
Bekzod Safarov – Dutar, Tanbur
Farruh Vohidov – Gijjak

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Details | 0Das Internationale Ensemble um den französischen Musiker, Komponisten und Arrangeur Mathias Duplessy spannt Brücken zwischen den Musikwelten Asiens und Europas und lässt neue, faszinierende Klanghorizonte entstehen.
Die Klangkunst von Mathias Duplessy ist fest verankert in der Französischen Tradition: das Gefühl für Reinheit des Klangs, die Entwicklung der Instrumentierung, die Aufmerksamkeit für die Melodie, die Offenheit. Das andere Element in der Musik von Mathias Duplessy ist seine Fähigkeit, sich von aussereuropäischen Melodien inspirieren zu lassen, die oft weit entfernt sind: aus den Steppen Asiens oder in der chinesischen Tradition „Silk & Bamboo“. Er transformiert und integriert diese Materialien - Melodien und die Modi - in einen westlichen harmonischen Rahmen. Mit seinen regelmäßigen Reisen nach Südasien, dem Fernen Osten und nach Nordafrika hat er die tiefe Kenntnis erworben, die Stille zu beherren, die Balance des Arrangements, die Eleganz und den subtilen Sinn den Hörer in die Musik des Augenblick zu führen.
Mit Meistermusikern aus verschiedenen Musikkulturen hat er ein eindrucksvolles Konzertprogramm neuer Musikwelten geschaffen - ein Roadmovie der Steppen Asiens, mit dem Geist des Blues und archaischer Keltischer Rhythmen.   
Zum Ensemble gehört auch Tumursaikhan Janlav, der 1. Geiger des mongolischen Ensemble Egschiglen.

Mathias Duplessy - Gitarre, Gesang, Arrangements, Kompositionen (Frankreich)
Guo Gan - Er Hu (China)
Tumursaikhan Janlav - Morin Khuur, Khöömii Gesang (Mongolei)
Aliocha Regnard - Nickelharpa (Skandinavien)   

Weitere Infos, Video und Hörbeispiele


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