Details | 0Cheny Wa Gune entstammt einer Familie von Geschichtenerzählern aus Zavala am südlichen Ufer des Kanals von Mosambik. Auch wenn er selbst in der lebendig-quirligen Hauptstadt Maputo aufwuchs – seine Familie zog nach den blutigen Befreiungskämpfen im Land Anfang der 1970er Jahre dorthin –, ist es die Musikkultur seiner Heimatregion Inhambane, des Landes der Chopi, die ihn bis heute fasziniert.
In der Timbila-Musik werden aus Holz gefertigte, mit Kalebass-Resonanzkörpern versehene Xylophone verschiedener Größen in einer Art Orchester zusammen gespielt und mit Tanz, Gesang und Poesie verbunden. Cheny Wa Gune präsentiert eines davon: das Mbila – als Soloinstrument in Begleitung von Perkussion, Mbira und Gesang. Seine Kunst ist der Chopi Timbila Groove, in dem die traditionelle Timbila-Musik mit anderen Musikstilen wie Jazz oder HipHop fusioniert und uns damit sowohl den pulsierenden Lebensrhythmus der Metropole Maputo wie auch die Klangwelt der mehr als 400 Jahre alten Timbila-Tradition näher bringt.
Cheny Wa Gune spielt auch das Daumenklavier Mbira und Xitende, die mosambikanische Version des bei uns besser bekannten brasilianischen Instruments Berimbao.
Es ist ihm wichtig, die Musikkultur der Chopi weiterzugeben, aber sie auch weiterzuentwickeln. Gerade jetzt, da immer neue Schwierigkeiten auftauchen: z. B. ist das Mwendje-Holz, aus dem die Timbila-Xylophone traditionell gebaut werden, aufgrund extremer Abholzung immer schwieriger zu finden.
Dank seiner vielen sozialen Engagements und künstlerischer Aktivitäten – u. a. Kompositionen für Film und Theater oder auch die musikalische Leitung des encontrARTE Festivals, das er 2007 ins Leben rief - gilt Cheny Wa Gune nicht nur im eigenen Land als kreativer Kopf einer jungen dynamischen Musikszene mit traditionellen Wurzeln. Internationale Auftritte führten ihn bereits nach Brasilien, Argentinien, Schweden, Dänemark und La Réunion.

Cheny Wa Gune – Timbila, Mbira, Xitende, Gesang
Celso Mahuaie – Perkussion, Mbira, Gesang
Xixel Langa – Perkussion, Xitende und Gesang

--> Cheny Wa Gune Video und mehr
--> Booking Konzerte in Europa in Kooperation mit Cyper PRODUKTION

Details | 0Zu dem Archipel der Komoren, der sogenannten „Mondinseln“, gehören Grande Comore, Mohéli, Anjouan und Mayotte. Die musikalischen Landschaften der Inselgruppe wurden von verschiedenen Einwanderungswellen geprägt: Man findet und hört Einflüsse der frühen Migranten aus Ost-Afrika, Melodien und Modi aus dem Nahen Osten, die im frühen sechzehnten Jahrhundert durch persische Migranten aus Shiraz ankamen, oder den Musikstil 'twarab', der von Einwanderern aus Tansania in den 1960er Jahre eingeführt wurde. Auch die westliche Folkmusik erreichte in den 1980er Jahren den Archipel und führte zu wieder neuen musikalischen Kreationen.
Das Trio Elisouma ist das Ergebnis einer künstlerischen und kreativen Zusammenarbeit zwischen drei außergewöhnlichen Musikerpersönlichkeiten, die Musikstile und Instrumente von verschiedenen Inseln und verschiedenen Epochen zusammenführen.
“Soubi” Athoumane Soubira ist Spezialist auf der Dzendze, der komorischen Harfe und hat einen ganz eigenen Stil entwickelt, in dem er sich auf die Rhythmen und Melodien der traditionellen Tänze seiner Heimatinsel Mohéli bezieht. Der Gitarrist Eliasse Ben Joma wurde auf Grande Comore geboren, siedelte dann nach Mayotte über. Auch er entwickelte sein ganz eigenes stilistisches Konzept: Za N'goma, in dem Rhythmus das tragende und verbindende Element für die unterschiedlichen traditionellen Musiken der Komoren ist – von twarab über mgodro, maloya, sega und shigoma. Mwegne M'madi spielt das archetypische Instrument der Komoren, die Gambusi, sowie die kastenförmige Zither Dzendze. Letztere hat er mit der Mechanik moderner Gitarren und Nylon-Saiten ausgestattet.
Die drei Musiker präsentieren den musikalischen Reichtum ihrer Inseln traditionsbewusst und weltoffen zugleich. Sie widmen sich aktuellen Themen ihrer Heimat wie Umweltprobleme, Korruption, oder Prostitution. Aber auch von Liebe und Frieden erzählen ihre Lieder.

Eliasse Ben Joma - Gitarre, Garando, Goma, Gesang
Mwegne M'madi - Dzendze, Ngoma, Mkayamba, Gesang
'Soubi' Athoumane Soubira - Dzendze, Gambusi, Mkayamba, Gesang

--> Elisouma Video und mehr
--> Booking Konzerte in Europa in Kooperation mit Cyper PRODUKTION  

Details | 0Gerade einmal 65km lang und 45km breit ist die Insel Mauritius im südwestlichen Indischen Ozean. Gemeinsam mit einigen noch kleineren Nachbarinseln bildet sie heute den Staat Mauritius mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern. Doch so klein das Land, so groß ist die Vielfalt der dort lebenden Menschen – ein wahrer Schmelztiegel der Kulturen. Sklavenhandel, Kolonialpolitik und Handelsrouten quer über die Weltmeere brachten Menschen aus afrikanischen und arabischen Ländern, aus Europa, aus Indien und China nach Mauritius. Moslems, Christen, Buddhisten und Hindus. Oft wird das Fehlen einer wirklich eigenen mauritischen Identität beklagt und als „malaise créole“, der kreolische Krankheit bezeichnet: jeder hat sie, jeder ignoriert sie. Doch scheint es ein Medikament dagegen zu geben: die Sega-Musik. Sie wird von allen Volksgruppen in Mauritius als „ihre“ Musik anerkannt. Gesungen wird im mauritischem Kreolisch. Sega ist der verbindende universelle musikalische Ausdruck dieser kreolischen Gesellschaft und seit 2014 von der UNESCO anerkanntes immaterielles Kulturerbe. Die Wurzeln des Sega liegen im 18./ 19. Jhdt. als Sklaven aus Afrika nach Mauritius verschifft wurden, um dort auf den Zuckerplantagen zu schuften. Um die Sehnsucht nach der alten Heimat und die Qualen des schweren Alltags zu vergessen, versammelten sie sich abends um ein großes Feuer und machten bis zur Morgendämmerung Musik. Ein Instrument ist dabei unentbehrlich: die Ravanne, eine traditionell mit Ziegenleder bespannte Rahmentrommel, die mit beiden Händen geschlagen wird. Mauravann sind Teil einer jungen, dynamischen Musikszene. Sie interpretieren das Repertoire der großen Sega Klassiker auf ihre eigene Weise, komponieren aber auch neue Stücke im Sega Stil. Neben der Ravanne greifen sie auch zur Gitarre und anderen Instrumenten aus dem Indischen Ozean.

Linzy Bacbotte - Gesang, Ravanne, Maravann
Samuel Dubois - Gesang, Ravanne, Percussion
Kerwyn Castel – Ravanne, Maravann, Triangle, Doum Doum, Gesang
Emmanuel Desroches – Gesang, Ravanne, Gitarre
Percy Yip Tong - Künstlerische Leitung

--> Mauravann Video und mehr
--> Booking Konzerte in Europa in Kooperation mit Cyper PRODUKTION

Details | Foto by Benoit MatterneWahrscheinlich brachte Samoela Andriamalalaharijoaona schon als Kind Steine zum Klingen. Schon früh beschäftigte er sich dann auch mit verschiedensten Instrumenten: Geigen und Flöten, Bambuszithern und Schlagwerk. Heute lebt Samy in seinem selbst geschaffenen Klangkosmos aus Instrumenten, die er alle selbst gefertigt hat. Seine tiefen Kenntnisse der madagassischen Musik eignete er sich auf Studienreisen in entlegene Gebiete Madagaskars an. Viele Musikstile lernte er direkt von lokalen Musikern. Rakotonirina Jean Bosco wuchs im östlichen Hochland der Insel auf. Er hütete als Kind das Vieh seines Großvaters, ging zunächst nicht zur Schule, sang auf der Weide und lernte das Spiel der Laute Kabosy. Seit 2004 tritt er mit Samy auf. Ergänzt wird  das Ensemble durch die Sängerin, Tänzerin und Multi-Instrumentalistin Clara. Sie singt in Zafindraona, dem besonderen a cappella Stil für die alten religiösen Lieder des Ortes Fianarantsoa.
Die gesamte Inselkultur Madagaskars ist mit all ihren lokalen Besonderheiten ein Ergebnis von Kreolisierung in Folge von Besiedlungswellen aus Südostasien, Arabien, Afrika und Europa. Die musikalische Fusion ist ein tragendes Element der madagassischen Musikultur. So wurden europäische Blasinstrumente in das Volksmusiktheater Hira Gasy einbezogen, weil sie mit ihrer Lautstärke auf die Darbietungen der Truppe aufmerksam machen; Kirchenmusik setzte sich im Kontext einer tief greifenden Missionierung durch und befeuerte die madagassische Lust auf mehrstimmigen Gesang, sodass sich ein eigener Kirchengesang herausbildete, der traditionelle Lieder mit religiösen Texten verbindet.
Das Trio bedient sich des musikalischen Reichtums: In vielen Lieder mischen sie lokale Stile, Dialekte und Instrumentaltraditionen. Dennoch ist dieses kompetente Cossover durch und durch madagassisch.

Samoela Andriamalalaharijoaona „Sammy“ -
                                                Gesang, Sodina, Kabosy, Lokanga, Jejy Voatava, Jejylava, Valiha
Rakotonirina Jean „Bosco“ – Gesang, Perkussion
Jeanine Clara Andranaivo “Clara” - Gesang, Tanz, Jejy Voatava, Kabosy, Valiha, Perkussion

--> Sammy Tarika Video und mehr
--> Booking Konzerte in Europa in Kooperation mit Cyper PRODUKTION

Details | 0Das Ensemble Talago Buni bringt uns Klänge vom Indischen Ozean, die in uralten Traditionen der indonesischen Insel Sumatra verwurzelt sind. Die sechstgrößte Insel der Welt liegt auf halbem Weg zwischen Indien und Australien und bietet landschaftlich paradiesische Traumstrände, tropische Regenwälder und hohe Gebirge mit dramatischen Schluchten. Talago Buni kommt aus dem westlichen Hochland der Insel, der Heimat der Manangkabau. Sie sind die größte noch existierende matrilineare und matrilokale Gesellschaft dieser Welt: Besitztum geht von der Mutter auf die Tochter über, Erbfolge und Erziehung liegen bei der Frau, bei Heirat zieht der Mann zur Familie der Frau. Gleichzeitig sind die Manangkabau seit dem 16. Jahrhundert überzeugte Muslime und religiöse und politische Geschäfte liegen in der Hand der Männer. Ist das ein Widerspruch?
Die parallele Existenz verschiedener politischer und rechtlicher Autoritäten ist ein entscheidendes Merkmal der heutigen Lebensweise der Manangkabau. Dieses vielfältige Gerüst aus gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen spiegelt sich auch in den musikalischen Traditionen der Manangkabau wider – eine reiche Inspirationsquelle für die Musiker von Talago Buni, die alle Musik studiert haben. Sie schöpfen aus dem melancholisch-mystischen Hochland-Repertoire genauso wie aus den islamisch-religiösen Liedern und der Musikkultur der Küste, die als sehr lebendig und offen gilt.
Seit der Gründung der Gruppe 1998 war es gemeinsames Ziel neue Musik zu komponieren und zu spielen ohne dabei auf die typischen, traditionellen Manangkabau-Klänge zu verzichten. Was dabei entsteht, ist ein einzigartiger Manangkabau-Sound des 21. Jahrhunderts: zwischen Trance und Meditation und beflügelnden Liedern.

Muhammad Halim - Saluang, Sarunai, Bansi, Gesang
Susandra Jaya - Kacapi, Sarunai, Bansi, Gesang
Febrianti - Gong, Ganto, Gesang
Leva Khudri Balti - Talempong, Jimbe, Sarunai, Gesang
Shofwan - Canang, Sarunai, Gesang
Edy Utama - Künstlerischer Leiter

--> Talago Buni Video und mehr

 


© 2003-2018 alba Kultur, Cologne - Germany | Webmaster: webmaster [at] albakultur.de | Nutzer: Gast
Seite: focusindianocean.html | Exec Time: 0.0212 sec | Desktop Unit 5.6.33 |